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Freitag, 5. Oktober 2012

Buch - "Der große Bruderkrieg I – Aufstieg des Horus " von Dan Abnett







Titel: Der große Bruderkrieg I – Aufstieg des Horus
Autor: Dan Abnett
Verlag: Heyne
Seiten: 446
Preis: 7,95 €










Das 31. Jahrtausend: Angeführt vom unsterblichen Imperator und den Primarchen, seinen gottgleichen Heerführern, erobert die Menschheit die Galaxis zurück. Auf dem Höhepunkt dieses Kreuzzugs überträgt der Imperator das Kommando seinem bevorzugten Primarchen: Horus. Dieser soll seine Brüder und ihre nahezu unbesiegbaren Space Marines zum Sieg führen. Doch nicht jeder gönnt Horus seinen plötzlichen Ruhm – und im Verborgenen reift der Plan zu einem Verrat unverstellbaren Ausmaßes …


Auf dem Planeten Dreiundsechzig-Neunzehn begegnet Hauptmann Garviel Lokan zum ersten mal dem Chaos. Einer seiner Space Marines wird durch diese dunkle Macht verwandelt und ist dem Tode geweiht. Doch woher kommt diese bis dahin unbekannte Kraft? In Geschichten und Legenden findet er einige Hinweise und selbst die Armeen des Interex können ihm nur wenig Antwort geben, dabei lauert das Chaos schon unter ihnen.

Die Romane „Der große Bruderkrieg“ basieren auf dem Tabletop-Spiel Warhammer 40k, wo es um den vorherrschenden Krieg im Universum zwischen den verschiedenen Rassen (wie Orks, Eldar, Chaos, Space Marines) geht. In der so genannten Horus-Reihe geht es um einen der 20 Primarchen, die der Gott-Imperator geschaffen hatte, um die Galaxis zu erobern. Unter ihrem Kommando stehen ihnen zehntausende Space Marines (Superkrieger), geschaffen aus der Gensaat ihrer Primarchen. Doch Horus wird vom Chaos korrumpiert und damit zum größten Feind der Menschheit.

Insgesamt gehören zurzeit 18 Romane zur Horus-Reihe, wobei erst 14 davon auf Deutsch im Heyne Verlag erschienen sind.

Obwohl dies nicht mein erster Warhammer 40k Roman ist, war es am Anfang doch etwas schwerer, mich in die Geschichte einzulesen. Es fehlte mir der Bezug zu den Protagonisten. Sie existieren einfach nur, aber die Bindung, die ein Leser zu den Figuren aufbauen sollte, fällt einem schwer.
Es gibt zwei, drei kleine Nebenhandlungen, die am Anfang etwas verwirrend wirken, sich aber im Laufe der Geschichte schön einfügen.
Verwunderlich ist auch, dass der eigentliche Hauptprotagonist Horus erstmal nur als Nebendarsteller auftaucht und noch nicht wirklich im Vordergrund agiert.

Das erste Buch der Reihe beinhaltet recht viel "politisches" Geplänkel und recht wenig beschriebene Kampfszenen. Gerade dadurch zieht es sich sehr, vor allem wenn man von anderen Romanen die epischen Schlachten gewohnt ist. Doch die wenigen Szenen, die da sind, bringen die brutale Wirklichkeit des 31. Jahrhunderts gut zur Geltung, Gewalt gehört in dieser Zeit zur Tagesordnung und das Blut zerfließt zwischen den Seiten.

Für Fans von Warhammer sind diese Bücher sehr zu empfehlen, da sie einen wichtigen Teil der Geschichte beschreiben. Für Leser, denen es unbekannt ist, vielleicht nicht der geeignete Einsteigerroman.

Während ich diese Rezension schreibe, lese ich schon den zweiten Teil der Reihe, da dieser direkt am ersten Band anknüpft und ich ja doch wissen will, wie Horus seinen "Vater", den Imperator, hintergeht.
Wer hier ruhmreiche Schlachten erwartet, der sei gewarnt, doch entwickelt sich die Geschichte ja auch mit jedem Band weiter. Außerdem wurden ja auch noch unterschiedliche Autoren für die folgenden Bücher eingebunden.

Ich denke, dass sich der erste Teil als gute Einleitung eignet, wenn man die folgenden Romane gelesen hat, aber als einzelnes Buch erhält er von mir lediglich 2 von 5 Skulls. Ich hoffe allerdings auf eine Steigerung der Geschichte.



Wolf

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