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Montag, 8. Oktober 2012

Buch - "Darf ich meine Oma selbst verbrennen?" von Peter Wilhelm






Titel: Darf ich meine Oma selbst verbrennen? … und andere skurrile Fragen an Deutschlands bekanntesten Bestatter
Autor: Peter Wilhelm
Verlag: Knaur.
Seiten: 223
ISBN: 978 – 3 – 426 – 78427 – 3
Preis: 8,99 €









Klappentext:
Geschichten aus dem Alltag eines Bestatters
kann man als Nichtschwimmer auf hoher See bestattet werden? Gibt es auch Secondhand-Särge? Kann ich den Opa im Kombi selbst zum Friedhof fahren?
Peter Wilhelm ist Deutschland bekanntester Bestatter. Jeden Tag begegnen ihm die absonderlichsten und skurrilsten Fragen rund um das Ende des Lebens. Die besten hat er nun in diesem Buch versammelt, denn wer sagt, dass Sterben eine todernste Angelegenheit ist?

Rezension:
Nach »Gestatten, Bestatter!« legt Peter Wilhelm nun nach und zeigt mit spitzer Feder, dass auch das traurigste Thema der Welt sehr amüsant sein kann.
Jeder, der einen Beruf in der Dienstleistung hat, kennt wohl die Kunden, die absolut dumme Fragen stellen und man selbst muss knochenernst bleiben und brav Rede und Antwort stehen. Einem Bestatter wird es da kaum anders ergehen, denn auch das Sterben ist nicht sehr leicht und alles was danach kommt so wie so nicht.
Genau diese Situationen hat Peter Wilhelm nun gesammelt.

Das Buch ist grob in drei Teile gegliedert. Am Anfang klärt der Autor die verschiedensten / verrücktesten Fragen, die ihm per Brief oder Mail gestellt wurden. Das reicht von »Wie verhalte ich mich, wenn ich im Treppenhaus eine Leiche treffe?« bis hin zu »Kann ich mein Handy mit ins Grab nehmen?« Mal ernst, mal weniger, mal ironisch, mal bitter böse werden all diese Fragen beantwortet und mit allgemein wichtigen Informationen gespickt, die man vielleicht wissen sollte.
Im zweiten Teil sind einige witzige Telefonate in Dialogen zusammen gefasst. Dort ruft zum Beispiel die Tochter des Toten an und fragt, ob der Bestatter nicht einen bunten Leichenwagen hätte. Ihr Vater sei doch immer so farbenfroh gewesen.
Im dritten Teil findet man dann alle weiteren Anekdoten, hauptsächlich die Treffen mit den Kunden.

Der Stil ist sehr ironisch und trocken und trifft genau meinen Humor. Spätestens bei den Telefonaten fällt auf, dass Herr Wilhelm leichte sarkastische Züge hat und seinen Job und sich selbst nicht zu ernst nimmt. Ein Einstellung, die man in diesem Gewerbe vielleicht auch braucht.

Wer ein Freund von trockenem, morbidem Humor ist oder auch einfach nur gerne über die blöden Fragen seiner Mitmenschen den Kopf schütteln möchte, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Es eignet sich hervorragend, um gelegentlich darin zu blättern, etwas zu lesen, zu lachen und es dann wieder weg zu legen.

5 von 5 Skulls und die Warnung: Achtung! Zum Totlachen!



Eure Sy

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